Pflanzung und Pflege der Staudenpfingstrose

Grundsätzlich gilt für alle Pfingstrosen: Sie wollen möglichst lange an ein und demselben Standort bleiben. Ein regelmäßiges Umpflanzen oder Teilen wie es bei zahlreichen anderen Stauden praktiziert wird, nehmen die Pfingstrosen sehr übel und strafen es mit aussetzender Blüte. Sie brauchen dann wieder, je nach Größe der Teilstücke, 1-3 Jahre bis sie wieder zu ihrer vollen Leistung zurückkehren.

Zeitpunkt der Pflanzung einer Staudenpfingstrose

Gepflanzt werden können getopfte Pfingstrosen ganzjährig. Gängigerweise werden Pfingstrosen auch im Herbst als wurzelnackte Teilstücke im Herbst gepflanzt. Vorteil hierbei, die Pflanzen wurzeln meist noch direkt ein und die Wahrscheinlichkeit, schon direkt im ersten Jahr eine leichte Blüte zu erhalten, ist durchaus gegeben. Um die Pflanze aber nicht zu stark zu belasten, sollte man die Blüte allenfalls kurz aufblühen lassen und dann entfernen. Die Blüte kostet viel Kraft, und die Pflanze wird es mit Sicherheit durch stärkeren Blütenflor im nächsten Jahr danken.

In der Regel besitzen die von uns gelieferten Teilstücke 3-5 Augen mit mehreren Wurzeln. Bei Teilstücken von alten Wurzelstöcken sollte man die Wurzeln auf 10 bis 15 cm Länge einkürzen. Dieses regt die Wurzelneubildung an. Bei Jungpflanzen ist dies nicht nötig, da das Zellgewebe noch sehr teilungsfreudig und wüchsig ist. Wir liefern in jedem Fall Wurzelstücke, die für direktes Pflanzen aufbereitet sind.

Staudenpäonien flach pflanzen!

Staudenpäonien dürfen nicht zu tief gepflanzt werden, sonst haben sie Schwierigkeiten, sich zu etablieren und blühen sehr schlecht. Gepflanzt wird so, dass die Augen ca. 5 cm tief im Boden sitzen. Dies ist tief genug. Man sagt, die Pflanze "soll die Glocken noch läuten hören". Sollten alte Stöcke verpflanzt werden, so müssen diese unbedingt geteilt und die Wurzeln eingekürzt werden. Alte Stöcke, als ganze Pflanze umgesetzt, blühen oft nie wieder. Geteilt und verjüngt setzt die Blüte aber nach 1 bis 2 Jahren wieder ein. Damit sich die Staudenpäonie optimal entfalten kann, sollte ihr etwa eine Fläche von ungefähr 1 m² gegeben werden.

Normaler Gartenboden ist ausreichend

Sogenannte Bodenverbesserungen mit Torf im Pflanzloch sollten unterbleiben. Der normale Humusgehalt im Boden ist absolut ausreichend und Torf kein Medium in dem Pfingstrosen wachsen wollen.

Will man selber nicht züchten, sollten grundsätzlich die Samenstände nach der Blüte entfernt werden. Der Samenansatz kostet die Pflanze viel Kraft.
Die komplette Pflanze bei den Staudenpäonien wird ab Mitte September, wenn das Laub schon unansehnlich wird, kurz über dem Boden abgeschnitten und vollständig entfernt. Dies beugt von vornherein der Möglichkeit einerÜbertragung von Krankheitserregern für das nächste Jahr vor.

Rückschnitt im Herbst

Die komplette Pflanze bei den Staudenpfingstrosen wird im Herbst (ab Mitte September) kurz über dem Boden abgeschnitten und vollständig entfernt. Dieses beugt von vornherein der Möglichkeit einer Übertragung von Krankheitserregern für das nächste Jahr vor. Sollten jedoch schon im Frühjahr einzelne Stiele zu faulen beginnen, epfiehlt es sich diese diretk zu entfernen, um einer Pilzausbreitung vorzubeugen.

Pfingstrosen nicht dort pflanzen, wo vorher Pfingstrosen gestanden haben

Grundsätzlich sollte man keine Pfingstrosen auf dieselbe Stelle pflanzen, an der bereits Pfingstrosen im Vorfeld gestanden haben. Die sogenannte Bodenmüdigkeit führt zu einem Kümmerwuchs er neuen Pflanze. Sie wird sich nie vernünftig an diesem Platz entwickeln. Sollte die Pflanzstelle im Vorfeld nur ein bis 2 Jahre mit einer Pfingstrose belegt gewesen sein, so ist eine Neupflanzung auf demselben Platz noch vertretbar. Aber es sollte das Erdreich vorsichtshalber großzügig ausgetauscht werden. Dann wird auch die neue Pflanze sich gut entwickeln.
Aber bei älteren Anpflanzungen hilft auch ein Erdaustausch nicht mehr. Die Wurzeln der Pfingstrosen sind noch in solch tiefen Zonen zu finden, in denen man nicht mehr gräbt. Die von der alten Pflanzen verbliebenen und nun verrottenden Wurzelreste bergen ein solch großes Krankheitspotential, daß die jungen Wurzeln der neuen Pflanze sehr schnell infiziert werden.
Die Pflanze mag durchaus die ersten 2 Jahre noch zügig wachsen, aber spätestens im 3. Jahr, wenn sie in die Zonen gelangt, in denen kein Bodenaustausch durchgeführt worden ist, stellen sich die Wuchsdepressionen ein.

Pfingstrosen sind keine Kübelpflanzen

Grundsätzlich eignet sich die Pfingstrose nicht als Kübelpflanze, sondern soll unbedingt im Freien ausgepflanzt werden, da die Wurzeln sehr tief in den Boden wachsen.