Pflanzung und Pflege der Itoh-Hybride

Oberstes Auge 5 cm im Boden

Die Itoh-Hybriden bilden meist keine Krone mit Augen wie es die normalen Staudenpfingstrosen machen. Da sie Hybriden zwischen Strauch-und Staudenpfingstrosen sind, besitzen sie oft unterhalb der Erdoberfläche kurze Stiele. Auch hier wir so gepflanzt, daß das oberste Auge des Stiels ~ 5 cm mit Erde bedeckt ist. Hierbei ist es dann egal, dass andere, weiter unter sitzende Augen, deutlich tiefer gepflanzt werden. Auch Augen, die dadurch 20 cm tief in den Boden kommen, treiben wieder durch. Da Itohs oft einen kugelförmigen Wuchs haben und sehr schnellwüchsig sind, sollte ihnen auch direkt eine Fläche von etwa 1 m² im Garten zugeteilt werden.

Laub erst spät im Herbst entfernen

Bei den Itoh-Hybriden wird das Laub im Gegensatz zu den reinen Staudenpfingstrosen deutlich später entfernt, da sie wesentlich später einziehen (meist erst Mitte bis Ende Oktober). Auch werfen die Pflanzen das Laub ab, im Gegensatz zu den reinen Staudenpfingstrosen, bei denen das Laub allmählich im Herbst eintrocknet. Der leichte Holzansatz, den einzelne Sorten über das Jahr an der Basis angelegt haben, kann durchaus belassen werden und man schneidet lediglich den krautigen Teil herunter und entfernt die Blätter. Die verbliebenen Stiele treiben durchaus im Frühjahr aus. Sollten jedoch schon im Frühjahr einzelne Stiele zu faulen beginnen, epfiehlt es sich diese diretk zu entfernen, um einer Pilzausbreitung vorzubeugen. Ein völliges Herunterschneiden bis zum Boden ist aber in keinster Weise von Nachteil. Sollten nach den Winter die verbliebenen Stiele mal nicht wieder austreiben, so werden sie im Frühjahr einfach abgeschnitten. Die Pflanze treibt mit der Masse der Triebe sowieso aus dem Boden aus. Bei den Itoh-Hybriden muß der Samenansatz nach der Blüte nicht entfernt werden, da die Pflanzen steril sind und keine Samen ansetzen.

Im Wesentlichen gelten ab hier dieselben Regeln wie bei den Staudenpäonien:

Zeitpunkt der Pflanzung einer Itoh - Hybride

Gepflanzt werden können getopfte Pfingstrosen ganzjährig. Gängigerweise werden Pfingstrosen auch im Herbst als wurzelnackte Teilstücke im Herbst gepflanzt. Vorteil hierbei, die Pflanzen wurzeln meist noch direkt ein und die Wahrscheinlichkeit, schon direkt im ersten Jahr eine leichte Blüte zu erhalten, ist durchaus gegeben. Um die Pflanze aber nicht zu stark zu belasten, sollte man die Blüte allenfalls kurz aufblühen lassen und dann entfernen. Die Blüte kostet viel Kraft, und die Pflanze wird es mit Sicherheit durch stärkeren Blütenflor im nächsten Jahr danken. In der Regel besitzen die von uns gelieferten Teilstücke 3-5 Augen mit mehreren Wurzeln. Bei Teilstücken von alten Wurzelstöcken sollte man die Wurzeln auf 10 bis 15 cm Länge einkürzen. Dieses regt die Wurzelneubildung an. Bei Jungpflanzen ist dies nicht nötig, da das Zellgewebe noch sehr teilungsfreudig und wüchsig ist. Wir liefern in jedem Fall Wurzelstücke, die für direktes Pflanzen aufbereitet sind.

Normaler Gartenboden ist ausreichend

Sogenannte Bodenverbesserungen mit Torf im Pflanzloch sollten unterbleiben. Der normale Humusgehalt im Boden ist absolut ausreichend und Torf kein Medium in dem Pfingstrosen wachsen wollen.

Pfingstrosen nicht dort pflanzen, wo vorher Pfingstrosen gestanden haben

Grundsätzlich sollte man keine Pfingstrosen auf dieselbe Stelle pflanzen, an der bereits Pfingstrosen im Vorfeld gestanden haben. Die sogenannte Bodenmüdigkeit führt zu einem Kümmerwuchs er neuen Pflanze. Sie wird sich nie vernünftig an diesem Platz entwickeln. Sollte die Pflanzstelle im Vorfeld nur ein bis 2 Jahre mit einer Pfingstrose belegt gewesen sein, so ist eine Neupflanzung auf demselben Platz noch vertretbar. Aber es sollte das Erdreich vorsichtshalber großzügig ausgetauscht werden. Dann wird auch die neue Pflanze sich gut entwickeln. Aber bei älteren Anpflanzungen hilft auch ein Erdaustausch nicht mehr. Die Wurzeln der Pfingstrosen sind noch in solch tiefen Zonen zu finden, in denen man nicht mehr gräbt. Die von der alten Pflanzen verbliebenen und nun verrottenden Wurzelreste bergen ein solch großes Krankheitspotential, daß die jungen Wurzeln der neuen Pflanze sehr schnell infiziert werden. Die Pflanze mag durchaus die ersten 2 Jahre noch zügig wachsen, aber spätestens im 3. Jahr, wenn sie in die Zonen gelangt, in denen kein Bodenaustausch durchgeführt worden ist, stellen sich die Wuchsdepressionen ein.

Pfingstrosen sind keine Kübelpflanzen

Grundsätzlich eignet sich die Pfingstrose nicht als Kübelpflanze, sondern soll unbedingt im Freien ausgepflanzt werden, da die Wurzeln sehr tief in den Boden wachsen.